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Alfreda Caser

geb. Blakolmer
* 29.06.1933
† 02.05.2026
Erstellt von Vorarlberger Nachrichten
Angelegt am 04.05.2026
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Kondolenzen (1)

Sie können das Kondolenzbuch nutzen, um den Angehörigen Ihr Beileid zu bekunden, Ihrer eigenen Trauer Ausdruck zu verleihen oder um dem Verstorbenen einige letzte Worte des Abschieds mitzugeben.

Kondolenz

Liebe Trauerfamilie

07.05.2026 um 16:17 Uhr von Josef Moosbrugger

Ich habe das Vorrecht gehabt eure Eltern schon viele Jahre zu kennen und besucht. Aber auch mit dem Hintergedanken  sie zu missionieren. Leider musste ich erst nach 30 Jahren feststellen, mit einer solchen Einstellung zu Menschen zu gehen, war falsch.

Euere Eltern haben mich des Besseren belehrt. Sie waren herzensgute Menschen auch mit ihrem Glauben an Gott. Ich bin vor fast 6 Jahren aus der Wachturmgesellschaft ausgetreten und bin heute nach wie vor ein Zeuge Jehovas und dies durch Glauben und nicht mit religiöser Zugehörigkeit. Das hat mich zu dem gemacht, wie ich es hier im Detail anführe.

Wie können wir für Gott annehmbar sein, ohne innerhalb einer organisierten Religion zu sein?

Nur wer frei ist, kann und will seinen Glauben überprüfen! (2.Kor 13:5, 6)

Man braucht Glauben, um darauf zu vertrauen, dass es so kommen wird. Damit verhält es sich ähnlich wie mit einem anderen Aspekt der Freiheit, den das Eintreten für die biblische Wahrheit mit sich bringt. Dann halten wir uns nämlich nicht mehr an die streng vorgeschriebene Kost, die uns eine menschliche Organisation vorsetzt, sondern können selber das Wort Gottes wiederentdecken und erkennen, was es eigentlich alles enthält. Man glaubt gar nicht, wie wohltuend es sein kann, die Bibel zu lesen und sie einfach für sich selbst sprechen zu lassen, unbeeinflusst von menschlichen Überlieferungen.

Ich will keine Lehre mehr glauben, die ich für falsch halte, und werde für das eintreten, was meiner Meinung nach richtig ist, doch ich kann nicht länger andere richten, die Gott lieben, und ich kann nicht mehr meinen, ich sei etwas Besseres als sie, weil ich Dinge weiß, die sie nicht wissen. Gott berücksichtigt, in welcher Ausgangsposition sich jeder befindet. In manchen Dingen haben wir alle verkehrte Ansichten, und wenn wir einander richten, uns vergleichen, miteinander in Konkurrenz treten und uns von anderen absondern, die auch Gott lieben und ihn suchen, dann folgen wir nicht Gottes Weg.

Sein Weg ist die Liebe, die vereint und heilt und eine Menge Sünden und Irrtümer zudeckt. Irgendwann werden wir alle die ganze Wahrheit verstehen, doch bis es so weit ist, müssen wir mit anderen teilen, was wir haben, anderen helfen und Kraft geben, und keine Gräben ziehen."

Wozu endlos über Einzelfragen debattieren, wenn die Bibel doch über so viele Dinge nichts Eindeutiges sagt? Wem hilft das denn? Die Kernfrage bleibt doch stets, was wir für Menschen sind. In welchem Maß spiegeln wir die Eigenschaften unseres himmlischen Vaters und seines Sohnes wieder? Ist unsere Lebensweise, unser Verhalten im Umgang mit anderen, ein lebendiges Beispiel für die Wahrheit der Bibel? Von Gott kann eine Lehre – werde sie nun von einer Organisation oder von einem einzelnen Menschen verkündet – nur stammen, wenn sie bei uns bewirkt, dass wir gegen andere mitfühlend, rücksichtsvoll und hilfreich sind, denn "wir haben dieses Gebot von ihm, dass der, der Gott liebt, auch seinen Bruder liebe".

Rückblick auf meine Vergangenheit und Fehler, die ich inzwischen mit Einsieht gegenüber anderen Menschen abgelegt habe

Unangebracht war, dass ich einer menschlichen Organisation mein Vertrauen schenkte.

Dessen ungeachtet bin ich froh zu wissen, dass ich Menschen stets ermuntert habe, ihren Glauben auf die sichere Grundlage des Wortes Gottes zu stellen. Ich hoffe, dass all die Mühe nicht vergebens gewesen sein wird.

So wie ihr urteilt, so werdet ihr beurteilt werden!

Über diejenigen ein Urteil zu sprechen, die sich von mir distanziert haben, dazu fühle ich mich genauso wenig berechtigt, wie ich meine, dass sie ein Recht hatten, mich zu verurteilen. Ich will das auch gar nicht. Das ändert allerdings nichts daran, dass ihr Handeln mir zum Teil unbegreiflich ist. Ich wünsche ihnen von Herzen, dass die Zukunft ihnen bessere Zeiten beschert, denn meiner Meinung nach könnten sie viel tun, um ihren Horizont und ihre ganze Einstellung zum Leben zu erweitern, wodurch ihr gesamtes Dasein enorm bereichert, und mit tieferem Sinn erfüllt würde.

"Ich glaube, alles was man tun kann, ist zu versuchen, ein christliches Leben zu führen und denen zu helfen, die man in seinem Alltag erreichen kann. Alles andere liegt in Gottes Hand."

Ich bin dankbar dafür, dass ich Informationen weitergeben konnte und dies auch weiterhin tun werde, auf die andere meines Erachtens ein Anrecht haben.

 

Ja, mit dieser Einstellung habe ich heute mehr Menschen gefunden, die mir zuhören. Auch sie lieben Gott und hierzu möchte ich ein Bibeltext, der in der Apostelgeschichte, Kap. 10 steht, anführen:

34 Petrus begann zu sprechen: »Wahrhaftig, jetzt begreife ich, dass Gott keine Unterschiede macht! 35 Er liebt alle Menschen, ganz gleich, zu welchem Volk sie gehören, wenn sie ihn nur ernst nehmen und tun, was vor ihm recht ist.

Auch ihr, liebe Trauerfamilie, seid solche Menschen, die ich sehr schätze. Ich wünsche euch viel Kraft und Gottes reichen Segen.

In aufrichtiger Anteilnahme und tiefer Verbundenheit

Josef Moosbrugger